Europa-Park: 15 Länder in einem Tag

Rust/ Husum. Achtung, Achtung, nun folgt ein Werbeblock. Wenn ich versuche, "sachlich" und "journalistisch korrekt" einen Bericht über den Europa-Park im badischen Rust zu schreiben, geht das einfach schief. Ich liebe diesen Freizeitpark. Ich habe schon so viel Werbung gemacht, dass ich lebenslang freien Eintritt bekommen müsste. Der einzige Nachteil des Parks, der mir spontan einfällt, ist, dass er gut 900 Kilometer von Husum entfernt ist.

 

Okay, aber kommen wir doch einfach mal zum Bericht an sich. Ende Mai traf den Park ein großes Unglück. Ein Großbrand mit Schaden in zweistelliger Millionenhöhe zerstörte den skandinavischen Teil und eine der beliebtesten Fahrgeschäfte „Die Piraten von Batavia“ - auch eine unserer Lieblingsattraktionen, schon als meine Kinder klein waren. Die Erinnerung daran haben sie sich bis zum Erwachsenenalter bewahrt.

Parade 1 web Natürlich sind wir mit einer gewissen Neugier zum Park gekommen. Nicht sensationslustig, aber doch gespannt, wie die Familie Mack als Gründer und Betreiber wohl reagiert haben. Ganz einfach: Die gesperrten Bereiche sind durch bunte Banner weiträumig abgedeckt, so dass man auf den ersten Blick kaum etwas vermisst. Die gute Nachricht: Man arbeitet bereits mit Hochdruck daran, den skandinavischen Teil 2019 und die „Piraten“ in etwas modernerer Form 2020 wieder eröffnen zu können.

Wir waren auf Grund der langen Anreise schon ein paar Jahre nicht mehr im Park und daher gespannt, was uns erwarten würde. Schon länger verfügt der Europa-Park über einen eigenen Autobahnzubringer und eigene Verkehrsführung, denn jährlich kommen gut 5, 6 Millionen Besucher vor allem aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Hier wird nichts dem Zufall überlassen und die Einweisung auf dem riesigen Parkplatz funktioniert bestens. Seit Gründung 1975 waren es bislang 115 Millionen Gäste, die sich in den mittlerweile 15 europäischen Themenbereichen tummeln. Es gibt über hundert Attraktionen und insgesamt 23 Stunden Showprogramm täglich, denn der Europa-Park ist nicht nur was für Fans von Achterbahnen, er besticht durch die Details selbst bei kleinsten Dingen. Die Abfalleimer, die Souvenir-Läden oder Imbissstände, selbst die WC-Anlagen sind dem jeweiligen Land angepasst. Was jedem Besucher auch sofort positiv auffällt, ist die Sauberkeit im Park. Dafür sorgen reichlich aufgestellte Abfalleimer alle paar Meter, aber auch die vielen Mitarbeiter. Alles in allem beschäftigt die Familie Mack in der Saison über 3.800 Leute und ist damit einer der größten, wenn nicht der größte, Arbeitgeber in der Region.

Wir stellten jedoch wieder fest, dass ein Tag für einen Besuch nicht ausreicht. Es gibt so viel zu sehen. Mittlerweile hat der Park fünf eigene Frau Holle webThemenhotels, die mit der gleichen Liebe zum Detail ausgestattet sind und ein Resort für Camper. Das ist alles jedoch für eine komplette Familie nicht ganz preiswert, aber lohnt sich mal als besonderes Erlebnis.

Im Park wird immer wieder etwas erneuert, da etwas ergänzt oder an neue Besucherwünsche angepasst. Als Beispiel sei der Märchenwald genannt, den wir vor 30 Jahren kannten, als kleine Hütten auf Knopfdruck Geschichten von sich gaben und sich Puppen bewegten. Heute ist alles wie eine Zauberwelt der Märchen aufgebaut. Frau Holle schüttelt zur Begeisterung kleiner Besucher-Prinzessinnen echte (Schaum)-Schneeflocken vom Balkon und Märchenfiguren scheinen überall zum Leben zu erwachen. Aus dem einstigen Wiki-Land ist inzwischen Irland geworden und eine Welt von Arthur und den Minimoys darf auch nicht fehlen, in dem die Blumen riesengroß sind und eine Achterbahn durch diese gigantische Welt fährt. Achterbahnen sind im Park natürlich für alle Adrenalin-Junkies ein großes Thema. Ob Holzachterbahn, verschiedene Wasserbahnen oder die Silver Star, mit der man schon für den nächsten Allbesuch üben könnte, hier findet jeder seinen Kick und vor allem die jungen Leute nehmen dafür auch schon mal längere Wartezeiten in Kauf.

Aber das Schöne in Rust ist, dass jede Altersgruppe zu ihrem Recht kommt. Es gibt auch „ruhige“ Fahrgeschäfte, viele Shows mit hochklassigen Künstlern, einfach sehr viel zu sehen, Information zu Natur und Energie oder der Geschichte der Macks, sowie kleine Rückzugsorte, wo man sogar den Trubel für einen Moment komplett ausblenden kann.

Wer zum ersten Mal kommt, dem empfehle ich, sich mit einer der vielen Bahnen – Zug oder Schwebebahn – einen ersten Überblick zu verschaffen. Am Parade 3 webbesten dabei noch den Parkplan in der Hand, um Prioritäten festzulegen. Es gibt auch eine eigene App, bei der man alle Attraktionen angezeigt bekommt. Nicht fehlen darf zum Beispiel die bunte Parade mit großen Wagen und vielen Tänzern und Artisten. Da werden nicht nur bei den kleinsten Besuchern die Augen groß.

Ich könnte stundenlang weiterschreiben, aber lieber verweise ich für viele Einzelheiten auf die Seite www.europapark.de.

Doch eins muss noch erwähnt werden. Die Familie Mack wäre nicht so erfolgreich, wenn sich die Fahrgeschäfthersteller nicht immer Neues ausdenken würden. So wird in der Nähe gerade der Aquapark „Rulantica“ das Licht der Erlebniswelt erblicken. Bis Ende 2019 wird die gigantische, 450.000 Quadratmeter große Resort-Erweiterung rund um das Thema Wasser in vollem Glanz erstrahlen. Inklusive eigener Hotels werden hier Wasserwelten geschaffen, die nie ein Mensch in dieser Dimension so gesehen hat.

Und – hatte ich erwähnt, dass ich ein absoluter Fan des Europa-Parks bin. Kaum zu merken, oder…?

 Dieser Bericht hat Ihnen gefallen und Sie möchten eventmal.de gerne einen Kaffee ausgeben? Das geht ganz einfach. Klicken Sie dafür nur auf den Button "Kaffeekasse".

(Quelle der Fakten: Pressebereich Europa-Park)

Kommentar hinzufügen

Kommentare

  • Keine Kommentare gefunden

Übersicht