Sozialverband Tetenbüll

Gemeinsam bärenstark: der Sozialverband

Garding/ Tetenbüll (eventmal). Willi Unger hat gut zu tun. Derzeit kümmert er sich federführend um die Ausrichtung des Gemeinschaftsstandes auf der Eiderstedt-Messe, 29. und 30. April 2017.

Dabei sind die SoVD-Ortsvereine Tetenbüll/ Katharinenheerd, Sankt Peter-Ording, Welt/ Vollerwiek/ Grothusenkoog, Tating, Tönning und Witzwort, die sich auf der Eiderstedt-Messe am Stand 12 mit ihrem Angebot und ihrer Arbeit vorstellen werden. Der 67-jährige ehemalige Landwirt und Inhaber eines Hausmeisterservices ist seit 2000 Mitglied im Sozialverband.

„Ich hatte einen Kollegen, der eine Kur beantragt hatte, die im ersten Schritt abgelehnt wurde. Mit Unterstützung des Sozialverbandes bekam er letztlich dann innerhalb kürzester Zeit einen positiven Bescheid. Da habe ich mir gedacht, dass kann dir jederzeit auch passieren und dann kann ein starker Partner an der Seite nicht schaden. So bin ich dazu gekommen“, sagt er. Mittlerweile ist er seit 2004 Vorsitzender des Ortsverbandes Tetenbüll. Auch wenn er 2015 als Rentner mit seiner Frau nach Garding umgezogen ist, kümmert er sich um die Vereinsbelange. Dazu gehört hauptsächlich die Organisation von Ausflügen oder Mitglieder-Essen. „Wir machen im Jahr zwei Ausflüge und unsere Kasse gibt es her, dass wir bei der Jahreshauptversammlung kostenlos Kaffee und Kuchen reichen oder für die Mitglieder das Nikolausessen ausrichten können. Dazu haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr noch unser Lotto-Verspielen und an jedem dritten Sonntag im Monat findet unser Klönabend ab 19 Uhr im Kirchspielskrug Tetenbüll statt. Der ist für jeden Gast offen und hier kann jeder sagen, was er sich wünscht.“ Was machbar ist, wird gemacht. Wo es geht, sind auch die anderen Ortsvereine mit im Boot. So konnten schon Vorträge mit Rechtsanwälten oder der Kripo zu Themen wie Einbruchssicherheit oder Trickbetrug angeboten werden. „Wir haben zudem einen sehr guten Draht zum Kreisverband in Husum sowie zum Landesverband in Kiel“, so Willi Unger weiter. Dieser Draht glüht, wenn es um die Durchsetzung von Forderungen der Sozialverbandsmitglieder geht, so zum Beispiel um Renten- und Gesundheitsansprüche.

Der SoVD setzt sich für Behinderte ein, hilft bei Problemen in der Grundsicherung oder mit dem Arbeitslosengeld. Darüber hinaus hat die Mitgliedschaft noch viele weitere Vorteile, denn der Sozialverband bietet Erholungs- und Kuraufenthalte in eigenen Erholungszentren, bietet jungen Mitgliedern zahlreiche Angebote durch die SoVD-Jugend, Vergünstigungen bei Kooperationspartnern, Ausflüge und Reisen, Hobbygruppen und vieles mehr. Willi Unger kann allein anhand der steigenden Mitgliederzahlen belegen, dass der Bedarf an einem starken Partner in rechtlichen Dingen, aber auch der Wunsch nach persönlichen Kontakten größer geworden ist. „Wir hatten 2005 in Tetenbüll gerade mal 23 Mitglieder, 2015 sind es 85 gewesen.“ Den Ortsverein gibt es übrigens seit dem 17. März 1949. Damals hieß der Sozialverband noch Reichsbund und kümmerte sich vornehmlich um die Belange von Kriegsheimkehrern.

„Auf der Eiderstedt-Messe stehen wir für alle Fragen rund um die Verbandsarbeit zur Verfügung“, so Unger. Mittlerweile ist das Interesse am Sozialverband auch bei jüngeren Leuten groß. „Wir würden uns aber sehr freuen, wenn auch Jüngere aktiv mitmachten. Da ist nach oben noch alles offen“, sagt der Vorsitzende des Ortsvereins Tetenbüll und weiß, dass er damit auch für die Vorstandskolleginnen der anderen Ortsvereine spricht.

(Anmerkung: Dieser Beitrag erschien auch in der Beilage zur Eiderstedt-Messe im Eider-Kurier.)

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